nCPAP

Nasaler kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck

  • Verbesserung der Oxygenierung
  • Prävention des alveolären Kollapses
  • Reduzierung der Atemarbeit
  • Aufrechterhalten der funktionalen Residualkapazität
  • Stabilisierung der Atemwege (Mahmoud 2011)

nCPAP (nasal Continuous Positive Airway Pressure)  ist der am meisten genutzte Modus der nichtinvasiven Atemhilfe bei Früh- und Neugeborenen sowie die Basis für einige weitere Varianten wie NIPPV, SNIPPV und NHFV. Bei der Anwendung von nCPAP, muss der Patient in der Lage sein spontan zu atmen, da keine Beatmungshübe verabreicht werden.

Der Leitparameter bei der nCPAP-Therapie ist der PEEP (Positive End Expiratory airway Pressure), der den Druck am Ende der Ausatmung beschreibt.

Bei der Spontanatmung ohne nCPAP, können die inspiratorischen Drücke im Atemweg teilweise negative Werte erreichen. Mit nCPAP wird der gesamte Atemzyklus des Patienten – Inspiration wie Expiration ­– auf einem positiven Druckniveau gehalten. 

nCPAP ist der Basismodus unserer Geräte

medinCNO®, medinCNO®mini und medin-NC3® bieten nCPAP in Kombination mit erweiterten Modi wie ApnoeCPAP, NIPPV, SNIPPV oder NHFV an. Unser EasyBlender, BubbleCPAP und die medinSINDI® arbeiten ausschließlich mit nCPAP.

Neben solch speziellen nCPAP-Geräten, können auch manche Beatmungsgeräten – zum Beispiel Hamilton Medical Geräte – eingesetzt werden.

Allen Varianten ist gleich, dass sie den Druck im Atemweg des Patienten im Zusammenspiel aus Atmegasfluss und definierten Widerständen aufbauen. Dabei spielt die Art der nasalen Schnittstelle eine wichtige Rolle.

Konventionelles nCPAP, continuous flow CPAP, passives CPAP

Über einen inspiratorischen und einen expiratorischen Schenkel des Schlauchsystems wird die nCPAP-Schnittstelle (Miniflow) mit einem Beatmungsgerät, einer Treibereinheit oder mit einem BubbleCPAP-System verbunden.

Am Ende des expiratorischen Schenkels befindet sich ein Ventil, das sich je nach gewähltem PEEP öffnet oder schließt. Der im System kreisende Gasfluss erzeugt an diesem Ventil den gewünschten Druck.

Variable flow CPAP, aktives CPAP

Die nasalen Schnittstellen dieser Systeme (Medijet) sind mit einem Ventil ausgestattet, das im Zusammenspiel mit dem Gasfluss den Druck direkt in der Schnittstelle erzeugt. Sie werden daher auch oft als CPAP-Generatoren bezeichnet.

Typisch ist die Verwendung eines Schlauchsystems mit nur einem inspiratorischen Schenkel in Kombination mit einem CPAP-Gerät.

Folgende Parameter sind einzustellen

  • Basis Fluss: In l/min; In den Geräten medinSINDI, EasyBlender, medinCNO, medinCNO und medinNC3 als Steuergröße für den CPAP-Druck; In l/min; Im BubbleCPAP System als Basisfluss im Schlauchsystem
  • Push Fuss: Zusätzlicher einstellbarer Atemgasfluss, mit dem ein Spitzendruck erzeugt werden kann um einen manuellen Atemhub auszulösen (medinCNOmini,  medinCNO, medinNC3)
  • Druckeinstellung BubbleCPAP: In cm; Eintauchtiefe des Expirationszylinders im Wasser des Wasserschlosses
  • Sauerstoffzufuhr

1 Peep/CPAP
2 Amplitude der Spontanatmung um den PEEP
3 Drucksignal der Spontanatmung

Referenzliteratur

Mahmoud RA, et al. Current methods of non-invasive ventilatory support for neonates. Paediatr. Respir. Rev. (2011), doi:10.1016/j.prrv.2010.12.001