ApnoeCPAP

  • Zusätzlichen Atemhübe stimulieren die Atmung
  • Atemwege werden stabilisiert, die dadurch Atmung erleichtert
  • Eigenatmung wird erkannt, Gerät wechselt in CPAP-Modus
  • Verfügbar in den Geräten medinCNO®, medinCNO®mini, medin-NC3®

Apnoen und Unregelmäßigkeiten in der Atmung treffen nahezu jedes Früh- und Neugeborene. Je unreifer der Säugling, desto ausgeprägter treten Apnoen auf. Sie sind Ausdruck einer Störung der Atemmechanik sowie der Atemkontrolle. Wichtigstes Merkmal der Apnoen ist der aussetzende Luftstrom im Atemweg des Patienten.

Klinisch bedeutend wird die Apnoe für den Patienten durch die Begleiterscheinungen wie Bradykardie <80BPM (Abfall der Herzfrequenz) und Hypoxie <80% (Abfall der Sauerstoffsättigung). Ziel der Prophylaxe und Behandlung der Apnoe, ist die Vermeidung bzw. Minimierung negativer Auswirkungen. (Pantalitschka 2009, AMWF)

Bedeutung nCPAP für die Apnoe-Therapie

Die Effektivität von nasalem CPAP ist in diesem Kontext durch Studien belegt und Teil der gültigen Richtlinien zur Behandlung der Apnoe und ihrer Begleiterscheinungen (Pantalitschka 2009, AMWF, De Paoli AG 2008).

Die Wirkmechanismen sind:

  • Offenhalten der Atemwege durch positiven Druck
  • Erhöhung der FRC
  • Steigerung des Atemantriebs durch verbesserte Oxygenierung
  • Reduzierung der Atemarbeit

Der medin ApnoeCPAP-Modus als Closed-Loop-Apnea-Treatment kann von der Prophylaxe bis zur Behandlung bestehender Apnoen eingesetzt werden.

Basierend auf dem nCPAP-Modus werden zentrale und obstruktive Apnoen mit der einzigartigen MediTRIG Technologie erfasst und mit automatischen zusätzlichen Atemhüben des CPAP-Gerätes beantwortet. Die Höhe des Spitzendrucks der Atemhübe wird mit einem zweiten elektronischen Flowmeter eingestellt und auf den Basisfluss addiert. Die Parameter der ApnoeCPAP-Funktion sowie des MediTRIG können individuell auf den Patienten angepasst werden.

Folgende Parameter sind einzustellen

  • Trigger Sensitivität: +/- mbar; Obere und Untere Triggerschwelle als Druckdifferenz um den PEEP; 
  • Apnoe Zeit: Von 2s bis zu 20s; Dauer der Atempause bis zur Reaktion des Gerätes
  • Inspirations Zeit: Von 0,2s bis zu 2 s; Dauer des Atemhubs
  • Push Flow: Zusätzlicher einstellbarer Atemgasfluss, mit dem ein Spitzendruck erzeugt werden kann
  • BackUp Rate: Anzahl der automatischen Atemhübe pro Minute, die nach Ablauf der Apnoe Zeit dem Patienten verabreicht werden

1 Apnea
2 Automatisierter Atemhub

Referenzliteratur

Pantalitschka T, Sievers J, Urschitz MS, Herberts T, Reher C, Poets CF. Randomised crossover trial of four nasal respiratory support systems for apnoea of prematurity in very low birthweight infants. Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed. 2009; 94(4):F245-8.

AWMF, 024-013 – S2k- Leitlinie: Therapie idiopatischer Apnoen, Bradykardien und Hypoxämien; AWMF; www.awmf.org

De Paoli AG, Davis PG, Faber B, Morley CJ. Devices and pressure sources for administration of nasal continuous positive airway pressure (NCPAP) in preterm neonates. Cochrane Database Syst Rev. 2008(1):CD002977